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07.-10.02.2013: Lawinenausbildung in Gstaad (CH)

Foto: N. Herdin

Vom 07.-10. Februar folgte die Rettungshunde- bereitschaft Nürtingen-Kirchheim/Teck der Einladung Ihres Ehrenmitglieds Heinz Bula zu einem verlängerten Ausbildungswochenende in die Schweiz. Bereits zum 9. Mal durfte die Rettungshundebereitschaft im Saanenland rund um den beliebten Wintersportort Gstaad trainieren und sowohl Hund als auch Hundeführer neues Wissen sammeln bzw. vorhandenes Wissen auffrischen und vertiefen.

07.02.2013: Erster Tag und Anreise

Foto: N. Herdin

Nach der Autofahrt von Kirchheim/Teck in die Schweiz trafen wir uns mit unserem Ehrenmitglied Heinz Bula kurz vor Gstaad auf einer Autobahnraststätte. Dort konnten Hund und Hundeführer noch eine schöne Gassirunde bei Schnee und traumhaftem Wetter durch die Schweizer Landschaft genießen, bevor es weiter ging.
Eigentlich war am ersten Tag ein Flug mit dem Hubschrauber vorgesehen. Leider spielte hier das Wetter nicht mit und selbst die erfahrenen Schweizer Piloten mussten das Ganze leider absagen. Doch unser Heinz ließ uns nicht im Stich und improvisierte schnell ein Ersatzprogramm. So besuchten wir ein Tropenhaus in dem wir vor allem Schmetterlinge in den verschiedensten Farben, nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, die verschiedensten Vögel und sonstige Tiere bewundern konnten.
Kurz darauf hieß es dann noch ein kurzes Stück zu fahren, bis wir dann unsere gewohnte Unterkunft im Lager des Restaurants Waldmatte auf dem Chalberhöni beziehen konnten. Vor allem die gute schweizerische Küche des Restaurants Waldmatte sorgte für einen schönen und vor allem leckeren Ausklang des ersten Abends.


Fotos: N. Herdin


08.02.2013: Zweiter Tag

Am zweiten Tag ging es nach einem guten Frühstück hoch auf den Berg des Saanerlochgrats. Hier haben uns freundlicherweise die Mitarbeiter der Gstaader Bergbahnen ein großes Schneefeld geschoben auf dem es nun galt mit Schaufeln die Schneelöcher für die Lawinenarbeit auszuheben.
Dies dauerte fast den kompletten Vormittag, da die Schneelöcher doch eine gewisse Größe haben mussten, damit die Personen, die sich darin verstecken nicht wirklich das Gefühl haben, selber verschüttet zu sein.
Um die Mittagszeit ging es dann mit der Gondel schon wieder ins Tal, da die Besichtigung von einer der größten Regabasen auf dem Programm stand.
Dort bekamen wir die gleiche Schulung, wie es die Kräfte der schweizerischen Polizei und Hilfsorganisationen auch bekommen. In dieser Schulung wurde uns erklärt, wie man einen Hubschrauber einweist, was gute und was schlechte Landeplätze sind, sowie welche Dinge einem landenden Hubschrauber gefährlich werden können usw.
Außerdem schauten wir noch einen Film, der mehrere Rega-Teams einen ganzen Tag lang begleitete und die Arbeit der Rettungsflieger erläuterte.
Der Abschluss dieser lehrreichen und spannenden Führung bildete die Besichtigung mehrerer Hubschrauber und deren Equipment.
Gerade für einen Teil unserer Kräfte, die in Deutschland ebenfalls im Rettungsdienst aktiv sind, wurde schnell klar, dass man auf so beengtem Raum, wie in einem Hubschrauber auch auf einiges verzichten muss, was in einem Rettungswagen locker unterzubringen ist.
Nachdem wir dann bei der Rega fertig waren und uns für den angenehmen Nachmittag bedankt hatten ging es weiter zu einer Schneeschuhwanderung.
Ein erfahrener Bergführer aus Gstaad wanderte mit uns hoch auf eine in den Alpen gelegene Berghütte wo wir uns bei einem sehr leckeren Schweizer Käsefondue von dem Aufstieg erholen und stärken konnten.
Das Highlight des Abends war dann allerdings die Abfahrt ins Tal mit sogenannten Airbords - einer Art kleiner Luftmatratze - bei Dunkelheit über die Skipisten ins Tal zu unserem Fahrzeug. Sowohl die Hundeführer hatten einen Mordsspaß mit dieser zunächst ungewohnten Fortbewegungsmethode die Piste herunter zu düsen, aber auch den Hunden machte es eine riesen Freude neben diesen sich komisch bewegenden Menschen im Schnee die Piste herunter zu rasen.

Fotos: N. Herdin

09.02.2013. Dritter Tag

Am dritten Tag ging es gleich morgens nach dem Frühstück wieder hoch aufs Saanerslochgrat um noch kurz die Schneelöcher zu vergrößern und dann mit den Hunden das Lawinentraining zu beginnen.
Ausgerüstet mit Lawinenpiepsern legten wir die Versteckpersonen in die Schneelöcher aus und die Hunde mussten das Schneefeld zusammen mit ihren Hundeführern absuchen. Damit es den Hunden nicht zu einfach gemacht wurde, verschlossen wir die Schneelöcher mit Hilfe von großen Schneebrocken und lockerem Schnee wieder, sodass der Hund nur wenig Witterung hatte, die er mit Hilfe seiner guten Nase aufnehmen konnte. Aber nicht nur das wurde für den Hund zur Schwierigkeit, sondern auch der viele Neuschnee auf dem zusammengeschobenen Schneefeld machte ein Vorwärtskommen für Hund und Hundeführer zur Herausforderung.
Man merkte sofort, dass die Hunde alle schon einmal bei der Lawinenausbildung waren und nichts vergessen hatten, sondern mit großer Freude und Eifer bei der Sache waren.
Vor allem spielte zumindest zu Anfang des Tages das Wetter mit und wir hatten einen traumhaften Ausblick auf die verschneiten Schweizer Alpen.
Wie es allerdings in den Bergen nun einmal so ist, schlug das Wetter gegen Nachmittag heftig um und statt strahlendem Sonnenschein hatten wir plötzlich starken Schneefall und Wind, sodass wir am Nachmittag auch gerne wieder ins Tal hinabfuhren und uns auf eine heiße Dusche und eine heiße Schokolade in der Unterkunft freuen konnten.


Fotos: N. Herdin


10.02.2013: Vierter und letzter Tag

Foto: N. Herdin

Am letzten Tag war vor allem Lager räumen und alles wieder ins Auto packen angesagt. Eigentlich war an diesem Tag noch der Vormittag mit Training auf den Schneelöchern verplant gewesen. Leider machten uns die eisigen Temperaturen in der Nacht mit weit über -20°C einen Strich durch die Rechnung und unser Fahrzeug wollte an diesem Morgen erst einmal nicht anlaufen. Mit Starthilfe und etwas Sonne wollten dann sowohl die Batterie, als auch der Kraftstofffilter wieder ihren Dienst tun. Leider kostete uns das Ganze dann so viel Zeit, dass die Arbeit auf die Schneelöcher ausfallen musste und wir nur noch einmal das Alpenpanorama beim Abholen unserer Materialien von der Bergstation genießen konnten.
Im Tal unternahmen wir dann noch einen größeren Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein um den Vierbeinern dann doch noch etwas Bewegung zu gönnen.
Traditioneller Abschluss des verlängerten Wochenendes war dann noch das Mittagessen zusammen mit Heinz Bula bevor wir uns wieder auf die Heimfahrt machten.
Besonders beeindruckend war für uns vor allem, wie hoch angesehen die Arbeit der ehrenamtlichen Rettungshundeteams in der Schweiz wertgeschätzt wird und wie freundlich wir dort empfangen wurden.

Besonders dürfen wir uns aber bei Heinz Bula für die Einladung zu diesem, wie immer tollen, verlängerten Ausbildungswochenende und vor allem für die ganze Organisation bedanken und würden uns auch über eine Einladung im kommenden Jahr sehr freuen.
Vor allem möchten wir uns aber auch bei allen Sponsoren und Unternehmen bedanken ohne die das Ganze nicht möglich sein würde.

 

Text: N. Herdin