Wenn die Alarmglocke der Rettungshundestaffel schrillt ...
... ist in den meisten Fällen ein Flächensucheinsatz gefragt.
Bei den regionalen Einsätzen sind es oft alte, verwirrte oder desorientierte Menschen, aber auch Kinder die sich verlaufen haben oder im Gelände gestürzt sind.
Ein anderer häufiger Einsatzgrund ist der Verdacht auf einen Suizidversuch. Oder ein Unfallopfer ist nach einem Schock orientierungslos davongelaufen und spurlos verschwunden.
Bei den internationalen Einsätzen sind die Schnelleinsatzgruppen zur Katastrophenhilfe gefragt. Hier sind vor allem Erdbeben als Einsatzgrund zu nennen.
All diese Fälle erfordern einen Wettlauf mit der Zeit, der ohne Rettungshunde kaum zu gewinnen wäre.
Alle hoffen auf ein Bellen...
Ob im Gelände gesucht wird oder auf Trümmern, alle Beteiligten hoffen auf ein Bellen. Denn damit zeigt der Hund in der Regel an, dass er den Geruch eines lebenden Menschen in der Nase hat.
Wittert er einen Toten, reagiert er weit verhaltener, zum Beispiel indem er scharrt. Die zaghaftere Reaktion ist allerdings nicht als Trauer um einen Verstorbenen zu verstehen. Wahrscheinlich ahnt das Tier die Enttäuschung von seinem Hundeführer. Und es weiß: "Ich hab was gefunden, aber die Belohnung dürfte trotzdem etwas spärlicher ausfallen".
Nach menschlichen Maßstäben sind die Vierbeiner übrigens äußerst genügsam - belohnt werden sie in der Regel mit einer kleinen Leckerei, zum Beispiel einem Hundekeks, oder mit ihrem Lieblingsspielzeug.
Immer wieder Stoff für Albträume
Trotz erfolgreicher Einsätze gibt es immer wieder Stoff für Albträume! Denn erfolgreich ist eine Suche immer dann, wenn der/die Vermisste gefunden werden. Doch oft kommt für Gefundene jede Hilfe zu spät. Häufig erleben die Hundeführer dramatische Umstände hautnah mit und müssen das Erlebte alleine verarbeiten.